Hamburg: Anstellung mit späterer Praxisübernahme

Bei Interesse an einer Anstellung mit späterer Praxisübernahme bitte Kontaktaufnahme über:

DR. PETER MENGERT
DR. KAY NIENSTEDT

Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Harburger Rathausstraße 40
21073 Hamburg

Telefon: 040 - 77 62 72
Telefax: 040 - 76 57 940

Chef ist nicht gleich Chef!

Dr. Kay Nienstedt, Dermatologe mit eigener Praxis in Hamburg

So ticken die Uhren heute... 

„Früher gab es eins hinter die Löffel!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, „Wenn der Chef das sagt, dann ist das so!“ - Wer kennt sie nicht, die immer noch gern genommenen Phrasen um die eigene Autorätät zu unterstreichen? Doch wie zeitgemäß ist das wirklich? Wie entscheidend ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für den Umgangston im Job? Als junger Dermatologe mit Niederlassungsplänen sollte man sich auch diesen Fragen stellen, denn es gilt zukünftig Personal zu führen, Lehrlinge auszubilden und mit Kollegen zu kooperieren. Als Chef! Das ist schon etwas anderes, als als Assistent in der Klinik. Dr. Kay Nienstedt ist seit 23 Jahren Partner in einer Gemeinschaftspraxis und kann uns im Interview einiges darüber erzählen. 

JuDerm: Wie haben Sie Ihre Vorgesetzten in Ihrer eigenen Assistentenzeit erlebt?
K. Nienstedt: Der Chef hatte zwei Gesichter : Wenn er gut drauf war, konnte man gut zusammen arbeiten, wenn nicht, machten alle alles falsch. Das gipfelte dann in der coram publico gemachten Ansage: Sie sind ein schlechter Arzt und ein noch schlechterer Hautarzt. Schließlich war ich dann Funktionsoberarzt. Aber hier rate ich: Nie den Humor verlieren, zu seinen Entscheidungen stehen, gut organisieren, fleißig sein und manchmal eben ein dickes Fell zeigen!

JuDerm: Ist es ein Unterschied, ob man in einer kleinen Praxis mit vielleicht zehn Angestellten Chef ist oder in einer großen Klinik?
K. Nienstädt: Natürlich ist es ein Unterschied ob man Chef von 10 oder 100 Mitarbeitern ist. In beiden Fällen sind Motivieren, Kommunizieren und Organisieren aber alles.  

JuDerm: Wie unterscheiden sich heutige Azubis von denen von vor ca. 20-30 Jahren? Sind die selbstbewußter? Welche Anforderungen haben diese an Ausbildung und Chef?
K. Nienstedt: Die Azubis mögen zwar selbstbewußter erscheinen, aber ich habe ein anders Verständnis von Arbeit.  Anspruch und Wirklichkeit klaffen leider häufig erheblich auseinander.

JuDerm: Und wie ist es bei den Helferinnen? Die heißen ja heute oft „Praxismanagerin“ - Nomen est Omen?
K. Nienstedt: Gleiches gilt für die MFAs (Medizinische Fachangestellte, Anm. d. Red.). Im Moment habe ich (wie oben schon erwähnt, den Eindruck, als würden sich die jungen MFAs nicht unerheblich überschätzen was ihre Arbeitsqualität und -motivation betrifft. Es ist ihnen oft wichtiger heimlich zu posten, und im Netz zu surfen, als verlässlich seine Arbeit zu verrichten. Beherrschen kann man dies nur mit striktem Qualitätsmanagement und dauernden Kontrollen.  Auch unter Eigenverantwortlichkeit verstehe ich etwas anderes. Und die Abgabe von Verantwortung an MFAs – wie in vielen Fortbildungen als essentiell für eine gute Zusammenarbeit gelehrt – wird,  im Gegenteil, eben nicht, oder wenn überhaupt nur von älteren MFAs angenommen. 
"Praxismanagerin" zu sein erfordert eine Zusatzausbildung und außerdem einen entsprechenden Einsatz, damit die Praxis funktioniert. Bei den jungen MFAs fehlt zudem die Lebenserfahrung, die meines Erachtens an leitender Stelle und eben auch an der Anmeldung sehr wichtig für den laufenden Betrieb ist.  

JuDerm: Männlicher Chef, fast ausschließlich weibliche Angestellte -  worauf ist zu achten? 
K. Nienstedt: Eine gesunde Distanz und ein achtungsvoller Umgang miteinander! Das schließt nicht aus, dass Wahrheiten auch als solche benannt werden, dann aber in 4-Augen-Gesprächen.  

JuDerm: Ist das Chef-Sein reines Bauchgefühl, oder kann man das auch lernen (z. B. in Kursen, Coachings etc.)?
K. Nienstedt: Bauchgefühl reicht nicht. Man muß auch führen wollen, und sich darüber klar sein, dass von alleine keine Praxis läuft. Coaching und Fortbildungs-Kurse etc. sind sicher hilfreich. Man kann über die betriebswirtschaftliche Seite seiner Praxis viel lernen, und eben auch über Menschenführung. Dabei kann man Vieles sowohl in Bezug auf Personal als auch Patienten mitnehmen und umsetzen. Lebenslanges Lernen - so abgedroschen es klingen mag - ist unverzichtbar. Und die "Arbeitszeit" ist nach dem Ende der Sprechstunde eben nicht zu Ende. Der zunehmende Organisations- und Verwaltungsaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Was aber kein Grund ist, sich entmutigen zu lassen.  

JuDerm: Sie sind derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger? Wen oder was genau suchen Sie?  
K. Nienstedt:Mein Partner will und wird aus Altersgründen ausscheiden, und auch ich plane in den nächsten Jahren den Ausstieg, ob nun ganz oder teilweise, das  muss sich ergeben. Also suche ich motivierte Mitarbeiter, die ein breites Spektrum der Dermatologie abdecken, also incl. Lasermedizin, ästhetischer Dermatologie, und die bereit sind, die Praxis weiter zu entwickeln und wenn möglich schon Kompetenz mitbringen, die wir bisher noch nicht hatten. Die spätere Praxisübernahme sollte angestrebt werden  

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E-Mail: termin@laserzentrum-hamburg.de

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