Dermatologie

Die Dermatologie vereint auf spannende Weise die Kompetenzen der klassischen Medizin mit den Möglichkeiten und Erkenntnissen der modernen medizinischen Forschung.

Grundlage für die Erfassung und Behandlung der oftmals komplexen Krankheitsbilder der Haut- und Schleimhäute ist und bleibt die intensive Kommunikation mit den betroffenen Menschen jeden Alters und Geschlechts. Umfassende Anamnese und gründliche körperliche Untersuchung von Haut, einsehbarer Schleimhaut, Haaren und Nägeln stehen hier an erster Stelle.

Unterstützend stehen dem Dermatologen heute neben herkömmlicher Lupe und Auflichtmikroskop hochauflösende, bildgebende Diagnose- und Dokumentationsverfahren, moderne mikrobiologische und molekulare Labordiagnostik wie auch histologische und immunhistochemische Methoden zur Aufarbeitung von Gewebeproben zur Verfügung. Daneben haben auch umfassende genetische Analysen in den letzten Jahren zu einer wesentlich verbesserten Erfassung und genaueren Einordnung zahlreicher Dermatosen, insbesondere aber auch tumoröser Erkrankungen geführt.

In der klassischen konservativen Dermatologie, z.B. bei der Psoriasis vulgaris, dermatopischer Dermatitis und den Autoimmundermatosen, stellen immunologische Grundlagen einen Wissensschwerpunkt dar. Gerade hier besteht die Herausforderung chronische Erkrankungsverläufe durch eine Vielzahl zur Verfügung stehender hochwirksamer Lokal- und Systemtherapeutika zu behandeln. 

Die Diagnostik und Versorgung chronischer Wunden stellt ebenfalls ein zunehmend wichtigeres Teilgebiet der Dermatologie dar. Arterielle, venöse und entzündliche Prozesse sind auch im Hinblick auf eine organische Beteiligung zu klären.

Infektionskrankheiten, hereditäre Erkrankungen, Pigmentstörungen, Intoleranzreaktionen, Stoffwechselerkrankungen und venerische Erkrankungen sind nur Beispiele weiterer Themenschwerpunkte, wie auch die möglichen Zusatzbezeichnungen für den Dermatologen das ergänzbare Spektrum aufzeigen. Grundlagen für die Allergologie, Phlebologie, medikamentöse Tumortherapie, Umweltmedizin, dermatologische Histologie, usw. werden bereits in der 5-jährigen Ausbildung zum Dermatologen vermittelt. Und wer darüber hinaus noch ärztlich ästhetisch tätig werden möchte, hat in diesem Fach entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten.

Es kann also viel mehr für das Fach Dermatologie und Venerologie begeistern als nur das Interesse für jung und alt, konservativ und chirurgisch!

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