Dermatologische Onkologie

Tumore der Haut können von ganz unterschiedlichen Strukturen ausgehen und sowohl gutartig als auch bösartig sein. Gerade durch die zunehmende Altersstruktur unserer Gesellschaft ist eine relevante Zunahme von Hauttumoren, insbesondere dem weißen (Basaliome, Spinaliome) zu registrieren. Verändertes Freizeitverhalten und outdoor-Sportarten haben in den letzten Jahrzehnten zu einem drastischen Anstieg des schwarzen Hautkrebses (Melanom) geführt.

Basalzellkarzinom (Basaliom)

Das Basalzellkarzinom wird durch perlschnurartigen Rand, und Perlmutglanz mit Teleangiektasien charakterisiert. Weiteres Kennzeichen ist das langsam progrediente, infiltrative Wachstum. Bedingt durch die UV-Induktion entwickeln sich Basallkarzinome vorrangig in lichtexponierten Körperarealen (Sonnenterrassen) wie dem Gesicht und Oberkörper, jedoch ist auch das übrige Integument auf derartige Tumoren zu untersuchen. 

Stachelzellkarzinom (Spinaliom)

Neue histologische und molekulargenetische Untersuchungen zeigen eine langsame Entwicklung Aktinischer Keratosen (Grad I – Grad III) in Stachelzellkarzinome. In Assoziation mit einer intensiven und langen UV-Vorgeschichte zeigen Glatzen, Gesicht und Arme eine zunehmende Feldkanzerisierung, d.h. eine flächige Umgestaltung der Keratinozyten hin zum Hautkrebs. Unbehandelt oder inadäquat behandelt können Stachelzellkarzinome im Verlauf metastasieren.

Schwarzer Hautkrebs (Melanom)

Der schwarze Hautkrebs ist ein sehr maligner Tumor. Dominierender Faktor im Hinblick auf die Prognose ist die Tumordicke. Das therapeutische Spektrum maligner Melanome beinhaltet in Abhängigkeit von Tumordicke und Staging Operation des Tumors mit Sicherheitsabstand, Operationen von Schildwächterlymphknoten, Lymphadenektomien, Metastasenchirurgie, Chemotherapien und noch viele Sonderoptionen. Gerade durch die Zulassung neuer Medikamente sind erstaunliche Erfolge auch im fortgeschrittenen Stadium zu erzielen.

Primäres Ziel ist jedoch die frühzeitige Diagnose und Operation, denn nur dann ist eine Heilung sicher. Für die differenzierte Untersuchung von Pigmentläsionen empfiehlt sich die Untersuchung, gerne auch dermatoskopisch, durch einen erfahrenen Dermatologen. Zudem werden noch Karzinome der Hautanhangsgebilde, Sarkome und kutane Lymphome in der Dermatologie betreut. Neben der klinischen Untersuchung ist die histologische Aufarbeitung von Gewebeproben ein wichtiges Standbein in der Dermatoonkologie.

Das detaillierte Vorgehen bei den einzelnen Tumoren ist in Leitlinien nachzulesen. 

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Fotos©Kirchesch
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