Keine Akne

Ungewöhnliche Vertiefungen in der Gesichtshaut

 

Anamnese
Bei der 23-jährigen, ansonsten gesunden Patientin haben sich seit dem 14. Lebensjahr allmählich ohne subjektive Symptome eigenartige Hautveränderungen entwickelt, die auf den ersten Blick an eingesunkene Aknenarben erinnerten (Abb. 1). Diese traten ohne vorausgegangene erkennbare entzündliche Veränderungen auf. Eine Akne hat zu keinem Zeitpunkt bestanden. Seit dem 19. Lebensjahr blieb der Hautbefund unverändert bestehen.

Bei der Inspektion der Gesichtshaut fanden sich an beiden Wangen in symmetrischer Verteilung unterschiedlich konfigurierte, bis zu 1–2 mm tiefe Einsenkungen der Hautoberfläche. Diese waren länglich gewunden, strichförmig oder unregelmäßig vieleckig geformt, wobei sie auch häufig miteinander kommunizierten. Entzündungszeichen oder Seborrhö waren nicht vorhanden. Dabei entstand ein klinisches Bild, wie es die Oberfläche von Holz, das von Würmern zerfressen ist, bietet. Die aus der Dominikanischen Republik stammende Patientin berichtete, dass niemand in der Familie ähnliche Hautveränderungen aufwies.

 

Wie lautet Ihre Verdachtsdiagnose? 

Abb. 1: Einsenkungen der Hautoberfläche im Gesicht von bis zu 1–2 mm Tiefe
© T. Jansen


Diagnose

 

 

Quelle:
Zeitschrift: hautnah dermatologie 
Autor: PD Dr. med. habil. Thomas Jansen
Quelle: Urban & Vogel 2/2016

/