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Anuläre Hautläsionen an bestimmten Stellen:Mimikry in der Dermatopathologie

Überblick

FALL 1
Ein Landwirt in seinen Fünfzigern stellte sich mit multiplen, asymptomatischen, ringförmigen Läsionen am Oberkörper und an den Schultern vor, die seit sechs Monaten bestehen.

FALL 2
Eine Frau in ihren Vierzigern stellte sichmit einer seit einem
Jahr bestehenden, asymptomatischen, rötlichen Läsion auf
dem linken Handrücken vor, die sich zu einer bogenförmigen
Plaque vergrößert hatte.

FALL 1: Anamnese

Zunächst waren ein bis zwei Läsionen an den Schultern aufgetreten, die dann an Größe und Anzahl zunahmen. Er berichtete von Sonneneinstrahlung, aber keiner Lichtempfindlichkeit.

FALL 1: Klinische Befunde

Die Untersuchung ergab diskrete, leicht erythematöse, bogen- bis ringförmige Plaques mit normaler Haut in der Mitte, 1–4 cm im Durchmesser, hauptsächlich an beiden Schultern, am oberen Rücken, an der Brust und am Hals. Es waren auch einige diskrete, leicht erythematöse Papeln vorhanden (Abbildung 1a, b). Das Gefühl über den Läsionen war normal. Andere Haut- und systemische Untersuchungen waren unauffällig. Routinemäßige Blutuntersuchungen (großes Blutbild (CBC), Blutsenkungsgeschwindigkeit (ESR), Stoffwechselprofil, Blutzucker, Leber- und Nierenfunktion, Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH), Rapid Plasma Reagin (RPR) und antinukleäre Antikörper (ANA)) waren normal oder negativ.

FALL 1: Klinischer Verlauf

Der Patient erhielt topisch Tacrolimus,Methotrexat-Gel und Sonnenschutzmittel. Nach sechs Wochen wurden keine neuen Läsionen, allerdings wurde auch keine Besserung der bestehenden Läsionen festgestellt.

FALL 2 Anamnese

Ähnliche Läsionen traten auf dem rechten Handrücken, am Hals und hinter dem rechten Ohr auf (Abbildung 2 a, b). Anamnestisch bestand keine Lichtempfindlichkeit.

FALL 2: Klinische Befunde

Die Untersuchung ergab fünf diskrete, leicht erythematöse, indurierte bogenförmige Plaques (4–7 cm2) mit intakter Sensibilität spwoe generalisierte Xerose. Die systemische Untersuchung und Routineuntersuchungen, einschließlich Stoffwechselprofil, Serum-TSH, RPR-Test auf Syphilis und Serum-ANA-Titer, waren unauffällig.

FALL 2: Klinischer Verlauf

Die Patientin wurde topisch mit Tacrolimus und Sonnenschutzmittel behandelt, aber die Nachuntersuchung wurde nicht fortgesetzt.

Histopathologische Untersuchungsergebnisse

Fall 1: Ein Hautbiopsat aus dem linken oberen Schulterbereich zeigte epidermale Atrophie mit Ansammlung mehrkerniger Riesenzellen und Histiozyten, die aufgenommene Fasern enthielten, die durch Verhoeff-Van-Gieson-Färbung (VVG) hervorgehoben wurden, sowie eine fokale perivaskuläre chronische Entzündung (Abbildung 3 a, b).

Fall 2: Das Biopsat der rechten Hand zeigte Orthokeratose und dermale Ansammlungen von Histiozyten und mehrkernigen Riesenzellen, die elastische Fasern (die durch die VVG-Färbung hervorgehoben wurden) umschlossen, mit leichten chronischen lymphoplasmazellulären Infiltraten (Abbildung 3 c–e).

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