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Perianale, weißliche, harte Papeln bei einem Säugling

Überblick

Es erfolgte die Vorstellung eines 5 Monate alten, allgemein gesunden männlichen Säuglings mit neu und nach Angaben der Mutter relativ schnell aufgetretenen weißlichen Läsionen rund um den Anus. Zuvor war eine RSV-Infektion bei negativem Impfstatus durchgemacht worden.

 

 

Klinischer Status

Die Mutter gab an, dass die Läsionen keine Beschwerden verursachen würden. Eine erste Vorstellung bei der Kinderärztin bei noch sehr geröteter Perianalhaut führte zum Ausschluss einer perianalen Streptokokkendermatitis (Abstrichergebnis: Standortflora). Ein Therapieversuch mit einer lokalen Kombination aus Kortikoid und Antibiotikum führte kurzfristig zum Rückgang des Erythems, dieweißlichen Läsionen persistierten. Bei einer dermatologische Erstvorstellung wurde die Anwendung von Olivenöl ohne Diagnosestellung empfohlen.

Bei Vorstellung zur Zweitmeinung und bei Persistenz der Läsionen zeigten sich palpatorisch harte, weißliche Papeln, die teilweise „Spike-artig“ perianal angeordnet waren, es bestand ein leichtes Umgebungserythem (Abbildung 1). Ein Abwischen mittels Stieltupfer oder Kompresse war nicht möglich. Hinweise auf Jucken oder Schmerzen in diesem Bereich waren nicht vorhanden. Von der Mutter überlassene Bilder zeigten einen anfänglich noch ausgeprägteren Befund (Abbildung 2). Einzige anamnestische Auffälligkeit war die Diagnose einer seborrhoischen Dermatitis bei dem Vater.

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