JuDerm war dabei! KoPra 2026 in Leipzig

Eine KoPra in Leipzig wurde gesichtet – klingt gefährlich, ist es aber nicht. Auf der KoPra – kurz für „Dermatologie kompakt und praxisnah“ - gab es vieles zu erleben. Sessions, Industrieausstellung, Interviews, Studi-Tag… kommt mit, und lasst mit mir die KoPra Revue passieren mit allen Highlights und Hintergrundinformationen.

Eine KoPra in Leipzig wurde gesichtet - klingt gefährlich, ist es aber zum Glück nicht. Zum Namensvetter der „Kobra“, also der Schlange, gibt es einen kleinen aber feinen Unterschied in der Schreibweise. So wie in der Dermatologie und Ästhetik oft Millimeter oder kleine Pünktchen, Strukturen und Farbveränderungen den Unterschied zwischen gefährlich und harmlos ausmachen. Um uns alle genau darauf zu trainieren, immer besser zu werden im Unterscheiden von „Gut und Böse“, die richtigen Diagnosen bei ähnlich aussehenden Dermatosen zu treffen und diese passend behandeln zu können, gibt es tolle Kongresse und Fortbildungen für uns Dermatologen und die, die es werden wollen. Einer meiner Lieblingskongresse ist die Kopra, kurz für „Dermatologie kompakt und praxisnah“, die alle zwei Jahre stattfindet. Hier werden dermatologische und ästhetische Themen, wie der Name schon sagt - prägnant und praxisnah - besprochen und den Teilnehmern nähergebracht. 

Meine Lieblingssession ist und bleibt „Perlen der Dermatologie“, in der Publikumsfragen und schwierige Fälle besprochen werden. In dieser Session zeigt sich wirklich die Praxisnähe, mit der der Kongress gestaltet wird. Einfache und schnelle Tipps können hier aufgeschnappt werden und die Schwarmintelligenz des gesamten Publikums und der Referenten wird optimal genutzt. Ein Format, das mir so noch nicht auf den anderen Kongressen begegnet ist – “Perlen der Dermatologie” definitiv auf die 1! 

Neben den medizinischen Sessions ging es auch um berufspolitische Inhalte und wie wir zusammen die Dermatologie der Zukunft gestalten. Entscheidend dabei ist, die Sektorgrenzen aufzulösen und die Zusammenarbeit der Kliniken und Praxen zu fördern. Ein kommendes und sich zuspitzendes Problem ist hierbei nicht nur der Ärztemangel, sondern der Arztzeitmangel. Durch viele Teilzeitkräfte und steigende Anstellungen im Gegenzug zu sinkenden Selbständigen, fehlt Arztzeit und damit Sprechstundenzeit. Deshalb seid ihr für uns besonders wichtig – der Nachwuchs! 

So war das Team von JuDerm nicht nur als Zuhörer vor Ort, sondern natürlich für euch aktiv. Kristin - unser Technikgenie - und ich - Koordinatorin WBA-bezogener Aktivitäten - haben Interviews mit Ärzten und Ärztinnen durchgeführt, um für euch wichtige Tipps und persönliche Insiderinformationen zu bekommen, die in keinem Lehrbuch stehen. In den Interviews ging es vor allem um Ratschläge bezüglich der letzten Studienabschnitte oder der Weiterbildung, z.B. was man dem eigenen Ich im PJ raten würde oder was der größte Aha-Moment in der Weiterbildung war. Interessant ist, dass die harten Fakten oft gar nicht so entscheidend für den eigenen Werdegang oder den Weg in die Dermatologie waren. Oft wurde genannt, dass die Stimmung im Team und Kollegen, die einen an die Hand nehmen, viel wichtiger sind als z.B. die Klinikgröße oder die Lage der Klinik. Viele würden im Nachhinein sogar lieber einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Außerdem würden sich alle selbst ermutigen, früher und öfter „Hand anzulegen“.  Öfter praktische Eingriffe durchführen, jede Möglichkeit nutzen und fragen, fragen, fragen.  

Zudem gab es wieder einen “Studi-Tag”, bei dem knapp 170 Studierende teilgenommen haben. Die Studierenden konnten drei Tage KoPra voll ausnutzen inklusive Sessions, Industrieausstellung und Mentoring-Programm am Studi-Tag und so in die Dermatologenwelt schnuppern. In den Break-Out-Sessions konnten die Studierenden viele Fragen zu medizinischen Inhalten der Vorträge an die Referenten stellen und das geballte Wissen ihrer Mentoren nutzen. Viele Fragen und auch Bedenken bezogen sich dabei auf den Übergang von Studium zum Arbeiten als Arzt oder Ärztin und die Möglichkeiten, einen Weiterbildungsplatz in der Dermatologie zu bekommen. Nach wie vor scheint also die Derma ein sehr beliebtes Fach zu sein! Auch die Debatte Klinik versus Praxis fand rege Teilnahme. Mir hat es besonderes Spaß gemacht, zu sehen, wie engagiert und interessiert unser Nachwuchs – also ihr – ist und ich freue mich schon darauf, wenn viele dann tatsächlich in der Dermatologie landen und man sich in Zukunft vielleicht öfter sieht. 

Erstaunlich war auch, dass trotz der wunderschönen ersten Frühlingstage mit Temperaturen über 20 Grad die Vortragssäle auch am Nachmittag noch gut gefüllt waren – 1:0 für den Kongress. P.S.: Wir gehen davon aus, dass es nicht an der Lage des CongressCenters ziemlich außerhalb von Leipzig lag. 

Um unser Angebot von JuDerm für Euch zu verbessern, haben wir eine Umfrage entwickelt, die wir ebenfalls auf der KoPra gestartet haben. Ihr seht, in Leipzig hat sich viel bewegt. Selbst wenn ihr den Kongress verpasst habt, habt ihr weiterhin die Möglichkeit, an unserer Umfrage teilzunehmen --> HIER 

Wenn ihr auch mal Lust habt, eine KoPra zu sehen und spannende, praxisnahe Kongresstage zu erleben, merkt euch schon mal die KoPra 2028 vor. Die ist gefährlich interessant, wir haben es für euch ausprobiert! ;) 

 

Eure Kathi