Mein Weg zur Dermatologie
Mein Name ist Vanessa und ich studiere Medizin. Mein Weg führte mich für die ersten Jahre meines Studiums an die Medizinische Fakultät in Osijek. Schon seit Beginn meines Medizinstudiums begeistert mich die Dermatologie. Die Haut ist weit mehr als nur unsere äußere Hülle, denn sie ist unser größtes Organ, erfüllt zahlreiche lebenswichtige Funktionen und kann wertvolle Hinweise auf innere Erkrankungen geben. Genau diese Verbindung aus Medizin, Diagnostik und direktem Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten macht das Fach für mich so besonders. Mein Wunsch ist es, später als Dermatologin tätig zu sein und Menschen dabei zu helfen, sich in ihrer Haut wieder wohlzufühlen.
Der Weg dorthin verlief jedoch anders, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Wie viele Studieninteressierte in Deutschland stand auch ich vor der Herausforderung, einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Der Numerus Clausus stellt für viele eine hohe Hürde dar und für mich kam eine mehrjährige Wartezeit nicht infrage. Deshalb begann ich, nach alternativen Wegen zu suchen und stieß dabei auf ein Studienprogramm, das zunächst fast zu gut klang, um wahr zu sein.
Der Traum vom Medizinstudium – ohne NC
Die wichtigste Nachricht zuerst: Es ist möglich, Medizin ohne NC zu studieren, ohne dabei am Ende der Welt zu landen oder auf eine andere Sprache ausweichen zu müssen. Das Studium im Ausland ist bereits seit Langem bekannt. Von Universitäten wie der Semmelweis-Universität oder der Stradiņš-Universität in Riga haben bereits die meisten von uns gehört. Meine Universität geht dabei jedoch einen anderen Weg: Sie bietet in Kooperation mit der AMEOS-Gruppe einen deutschsprachigen Studiengang an.
Was mich besonders überzeugt hat, ist das Auswahlverfahren. Statt nur auf die Abiturnote zu schauen, setzt die Universität auf ein Assessment Center. Hier zählen Persönlichkeit, Motivation und Eignung. Das sind Dinge, die meiner Meinung nach eine gute Ärztin viel eher ausmachen als eine reine Mathenote im Abi.
Zwei Länder, ein Studium
Das Studium der Humanmedizin ist hier auf zwei Länder aufgeteilt:
- Die Vorklinik in Kroatien: Die ersten zweieinhalb Jahre sowie das letzte halbe Jahr finden in Osijek statt. Die Stadt ist eine Universitätsstadt mit einer lebendigen studentischen Atmosphäre. Das Tolle daran? Der Unterricht findet auf Deutsch statt. Man muss also keine neue Sprache lernen, um den medizinischen Lernstoff zu verstehen.
- Die Klinik in Deutschland: Für den klinischen Teil des Studiums kehren wir nach Deutschland zurück. Die praktische Ausbildung findet an den Standorten der AMEOS-Gruppe statt, sodass wir den klinischen Teil unserer Ausbildung im deutschen Gesundheitssystem absolvieren.
Lernen in einer „Medizin-Familie“
Ein Aspekt, der mir in meinem Studium besonders wichtig ist, ist die Qualität der Lehre. In Osijek sind die Jahrgänge auf maximal 30 Studierende begrenzt, sodass der Unterricht häufig in kleineren Gruppen von wenigen Personen stattfindet. Dadurch ist der Unterricht persönlicher und es besteht mehr Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich aktiv einzubringen. Gerade bei praktischen und klinischen Inhalten empfinde ich diese Form des Unterrichts als hilfreich, weil man nicht nur zuhört, sondern regelmäßig selbst mitarbeiten und das Gelernte anwenden kann.
Für mich war diese Lernumgebung ein wichtiger Bestandteil meiner bisherigen Ausbildung. Besonders mit Blick auf mein Interesse an der Dermatologie schätze ich es, komplexe Krankheitsbilder nicht nur theoretisch zu lernen, sondern sie möglichst anschaulich und praxisbezogen vermittelt zu bekommen.
Warum ich diesen Weg gewählt habe
Vielleicht fragt ihr euch: „Vanessa, ist das Diplom dann überhaupt in Deutschland anerkannt?“ Die Antwort ist ein klares Ja! Man erwirbt ein Diplom, das zur Beantragung der deutschen Approbation berechtigt.
Ein riesiger Pluspunkt für meine Karriereplanung ist der frühe Kontakt zur Praxis. Von Beginn an haben wir Kontakt zu forschungsaktiven Chefärzten. Da die Dermatologie ein Feld ist, das sich durch Forschung kontinuierlich weiterentwickelt (denkt nur an die neuen Therapien bei Neurodermitis oder Hautkrebs), ist dieser frühe Kontakt zur Wissenschaft für mich besonders wertvoll.
Das Leben in Osijek
Mein Studium in Osijek bestand aber nicht nur aus Büchern und Vorlesungen. Osijek ist eine wunderschöne Stadt, die reich an Geschichte, Kultur und vielseitigen Freizeit- und Sportmöglichkeiten ist. Es gibt dort Restaurants, die perfekt für Studierende geeignet sind, und eine lebendige studentische Gemeinschaft. Gleichzeitig eröffnet die Lage nahe Ungarn, Serbien sowie Bosnien und Herzegowina die Möglichkeit, weitere Länder und Kulturen des Balkans kennenzulernen. Für mich ist dieses Studium deshalb nicht nur eine akademische Ausbildung, sondern auch ein persönliches Abenteuer und die Chance, in einem neuen Land zu leben, internationale Erfahrungen zu sammeln und dabei eine deutschsprachige medizinische Ausbildung zu absolvieren.
Fazit
Mein Ziel ist klar: Das Stethoskop um den Hals, das Fachbuch für Dermatologie unterm Arm und die Approbation in der Tasche. Für mich macht der Weg über Osijek diesen Traum möglich.
Wenn euch meine Entwicklung interessiert, dann werde ich euch hier auf dem Laufenden halten, wie es bei mir weitergeht.
Bis bald, eure Vanessa!
Quellenhinweis: Alle Informationen zum Studiengang, den Gruppengrößen und dem Ablauf basieren auf den offiziellen Angaben der Kooperation zwischen der Universität Osijek und der AMEOS Gruppe. https://www.medizinstudieren.jetzt/
