Dr. Thomas Stavermann

Therapien im Rahmen der BG-Verfahren stellen im dermatologischen Alltag eine Besonderheit dar. Weniger Restriktionen in der Wahl der Maßnahmen sowie attraktive Einkommensmöglichkeiten kommen hinzu. 

JuDerm: Warum wurden die Themen Berufsdermatologie und BG-Abrechnungsverfahren in die Reihe Fit für die Praxis mit aufgenommen? 
Dr. Stavermann: Berufsbedingte Hauterkrankungen in Form von Ekzemen und Hauttumoren nehmen eine Spitzenposition in der Liste der Berufserkrankungen ein. Das Feld beinhaltet z. T. wirkliche Detektivarbeit und erfordert zahlreiche Schnittstellenkenntnisse wie Allergologie, Sozialmedizin, Diagnostik und Therapie von Hautkrebs sowie das weite Feld der Gutachtenerstellung.
Besonders reizvoll ist das weite Therapiespektrum im Rahmen der BG-Verfahren, die mit allen erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden können und nicht den vielfältigen Restriktionen im GKV-Bereich unterstehen.
Neben den inhaltlichen Herausforderungen stellt ein gut organisiertes BG-Verfahren auch eine aktraktive Einkommensquelle dar.

JuDerm: Welche Erfahrungen können Sie in Ihrem Vortrag an die Workshop-Teilnehmer weitergeben? 
Dr. Stavermann: Der Workshop soll den Teilnehmern einen Einblick in die Verfahrensweise der gesetzlichen Unfallversicherungsträger geben. Neben einem theoretischen Vorspann wird ausführlich der Hautarztbericht und der Hautkrebsbericht, von der Erstellung bis zur Abrechnung sowie auf das Gutachtenwesen eingegangen. Die Verfahren werden anhand konkreter Beispiele dargestellt und diskutiert.
Die Teilnehmer sollen das interessante Feld der Berufsdermatologie erfahren und in der Lage sein, diese Verfahren auch in der Praxis umzusetzen.

JuDerm: In welchem Stil, mit welcher Methode arbeiten Sie bei „Fit für die Praxis“? 
Der Workshop ist im wesentlichen interaktiv gestaltet. Nach kurzen Impulsreferaten zu den wesentlichen Bestandteilen der Verfahren werden anhand von Beispielen die unterschiedlichen Aspekte diskutiert.