Perianale weiche, leicht druckdolente Knoten

Lea Wiskemann 1, Benjamin Durani 1, Peter Kohl 2, Bernhard Lenhard 3, Wolfgang Hartschuh 1,4

(1) Haut- und Laserzentrum Dres. Durani , Heidelberg
(2) Klinik für Dermatologie und Venerologie , Vivantes Klinikum Berlin-Neukölln , Berlin
(3) Praxis für Enddarmerkrankungen , Dr. med., Dipl.-Psych. Bernhard H. Lenhard , Heidelberg
(4) Universitätshautklinik Heidelberg

perianales Infiltrat
Abbildung 1: Tumorartiges Infiltrat perianal bei 8 Uhr SSL, eher erosiv-nässende Herde bei 5 und 6 Uhr SSL.

Anamnese
Ein 56-jähriger sonst gesunder Patient berichtete, vor knapp drei Monaten einen zunächst symptomlosen, später leicht druckschmerzhaften Knoten im Afterbereich bemerkt zu haben. Wegen Beeschwerdezunahme habe er sich beim Proktologen vorgestellt. Andere Hautveränderungen während der letzten Monate werden verneint. Das Allgemeinbefi nden sei durchgehend gut.


Klinischer Befund
Perianal bestand bei 8 Uhr Steinschnittlage (SSL) ein ca. 1,5 cm durchmessender, rundlicher, gut umschriebener, tumorartig vorgewölbter, von Epithel bedeckter, palpatorisch weicher Knoten. Zwischen 5 und 6 Uhr SSL waren zwei kleinere, leicht erosive „Abklatschherde“ erkennbar. Nebenbefundlich fanden sich eine narbig-abgeheilte Analfi ssur bei 6 Uhr und kleinere Marisken (Abbildung 1 ). Das sonstige Integument wies keine pathologischen Veränderungen auf. Lymphknoten waren nicht vergrößert tastbar.


Histologie
Bei der histologischen Untersuchung fi el eine pseudoepitheliomatöse Epithelhyperplasie mit dichtem, angedeutet lichenoidem, bandförmigem, lymphoplasmazellulärem Infi ltrat auf.

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