Hautfarbene Papeln an den Ellenbogen

mit Granuloma-anulare-ähnlichem histologischen Muster

Julia Liersch 1, Christina Rohdenburg 2, Carla Duckheim 3, Jörg Schaller 1

(1) Dermatopathologie Duisburg
(2) Klinik für Dermatologie , Allergologie und Umweltmedizin, Helios St. Johannes Klinik Duisburg
(3) Hautarztpraxis Oberhausen

hautfarbene Papeln, sklerotische, erythematöse Plaque, Glabella
Abbildung 1: Klinisches Bild: hautfarbene
Papeln am Ellenbogen (a), sklerotische, erythematöse Plaques an der Glabella (b).
diskretes perivaskuläres lymphozytäres Entzündungsinfiltrat
Abbildung 2: Histologischer Befund.
Übersicht: In der mittleren und tieferen
Dermis interstitielle Infiltrate sowie ein
diskretes perivaskuläres lymphozytäres
Entzündungsinfiltrat (Hämatoxylin-
Eosin-Färbung [HE], Originalvergrößerung
x 40) (a). Vergrößerung: dermale,
zum Teil spindelzellige interstitielle Infiltrate
mit einzelnen Plasmazellen (HE,
Originalvergrößerung x 200) (b).

Anamnese und klinischer Befund
Zur histologischen Untersuchung gelangte eine Hautprobe einer hautfarbenen Papel vom Ellenbogen eines 62-jährigen Patienten unter der klinischen Verdachtsdiagnose Lichen ruber follicularis (Abbildung 1 a). Des Weiteren bestanden teigige, erythematöse Plaques an der Glabella (Abbildung 1 b), der Jochbeinregion und nuchal mit tiefer Faltenzeichnung.


Histologischer Befund
Unter einer regelrecht geschichteten und orthokeratotisch verhornten Epidermis zeigte das Biopsat in der mittleren und tieferen Dermis interstitielle Ansammlungen von Spindelzellen sowie ein diskretes perivaskuläres lymphozytäres Entzündungsinfiltrat mit einzelnen Plasmazellen (Abbildung 2 ). Eine überwiegende Reaktivität der Spindelzellen für Antikörper gegenüber CD68 und CD163 als Marker für Gewebsmakrophagen konnte in der immunhistochemischen Aufarbeitung dargestellt werden.


Weiterführende Labor- und apparative Diagnostik
Laborchemisch wurde eine monoklonale Gammopathie vom Typ IgG Lambda nachgewiesen. Die Schilddrüsenparameter TSH, fT3 und fT4 befanden sich im Normbereich. Eine asymptomatische Ösophagusmotilitätsstörung wurde mittels einer Ösophagusszintigraphie diagnostiziert, in der übrigen bildgebenden und apparativen Diagnostik (CT Thorax und Abdomen, Lungenfunktionsprüfung, Echokardiographie) konnte keine Komorbidität dokumentiert werden

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