Symmetrische Hyperpigmentierungen an der Stirn einer Frau

Katharina Kreutzer (1), Ernst A. Weber (2), Isaak Effendy (1)

(1) Hautklinik, Klinikum Bielefeld
(2) Gemeinschaftspraxis für Pathologie, Klinikum Bielefeld

symmetrische Hyperpigmentierungen
Abbildung 1: Klinischer Befund: symmetrische Hyperpigmentierungen Stirn beidseits lateral (a), Detailaufnahme Stirn rechts
(b), Detailaufnahme Stirn links (c).
Probebiopsie Stirn, pigmentierte spindelzellige Melanozyten, Stratum reticulare
Abbildung 2: Probebiopsie Stirn rechts. Histopathologisches Präparat: pigmentierte spindelzellige Melanozyten, locker im
Stratum reticulare verteilt (Hämatoxylin-Eosin-Färbung, Originalvergrößerung x 250 (a), x 400 (b)).

Anamnese
Die 37-jährige in Westafrika geborene Patientin stellte sich kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland mit seit einem Jahr bestehenden symmetrischen Hyperpigmentierungen an der Stirn vor (Abbildung 1 a–c). Die zuvor in ihrer Heimat durch bewaffnete Männer misshandelte und traumatisierte Frau
berichtet über zahlreiche Verletzungen unter anderem durch Gewehrkolbenschläge rechts und links seitlich an den Kopf.


Klinischer Befund
Beidseits an der Stirn finden sich jeweils handtellergroße unscharf begrenzte Areale mit braun-blauen konfl uierenden zum Teil konfettiartig verstreuten Maculae. Die Konjunktiven sowie die Schleimhäute von Mund und Nase sind unauffällig.
Es besteht eine Traktionsalopezie mit rarefi ziertem frontalem und parietalem Haarbesatz.


Histologie
An der Oberfläche zeigt sich ein typisch geschichtetes Plattenepithel, die basalen Zelllagen sind deutlich feinkörnig braun pigmentiert. Im oberen Korium finden sich diffus verteilt pigmentierte spindelzellige Melanozyten und weiter in der Tiefe unauffällige Schweißdrüsen sowie subkutanes Fettgewebe (Abbildung 2 a, b).

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