Miniserie "Wir und Corona", Teil 2 - Das Personalthema

Gedanken machen wir uns wohl im Moment alle. Egal, ob angestellt in der Klinik ("Wann werde ich wohl in die Krise beordert?") oder in der Praxis ("Kurzarbeit - was nun?") oder selber als Praxisinhaber ("Was bedeutet Lock-down für meine Praxis?") - Keiner kann im Moment sagen, wo uns die Situation rund um die COVID-19 Epidemie noch hinbringen wird. Wir übrigens auch nicht, deswegen werden wir das auch hier nicht versuchen. 

Was wir aber gern tun möchten, ist eine Plattform zu bieten. Eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen, Ideen und Fragen. In den letzten Wochen erfuhren wir von so viel Ereignissen, schlauen Lösungen, aber auch Erlebnissen und Sorgen, dass wir diese hier nun regelmäßg veröffentlichen und zur Diskussion stellen möchten. 

Wir und Corona - Teil 2

Um eines vorab noch einmal klarzustellen: Wir formulieren hier weder Handlungsanweisungen noch geben wir Rechtsauskunft oder Beratung. Wir geben hier lediglich Erfahrungen und Erlebnisse anderer wieder, die zum Austausch dienen sollen. Dafür freuen wir uns auf Kommentare, Eure Fragen, Ideen und Berichte!

Teil 2 - Das Personalthema

Seit Jahren ist es eines der größten Themen überhaupt: Gutes Personal für die Praxis zu finden! Egal , ob Helferinnen oder Assistenten - man freut sich über jeden guten Mitarbeiter, den man bekommen kann. Und nun das! Termine werde abgesagt - sowohl patienten- als auch praxisseitig, IGeL und Selbstzahlerleistungen fallen weg, Umsatzeinbrüche. Für den Einzelhandel wird dies groß durch die Medien gezogen, dass es Fachärzten aber ganz genauso geht, bleibt vielen verborgen. Es gibt Rettungsschirme, wie beispielsweise den der KV Ba-Wü, welche Umsatzeinbußen auffangen, aber eben nur zu einem gewissen Teil und auch nur für Kasseleistungen. Der Praxisinhaber ist nun auch Unternehmer, der ein Unternehmen absichern muss. Einer der größten Kostenfaktoren ist das Personal! Hier gehen nun viele in Kurzarbeit, dies wird mit Kurzarbeitergeld zumindest teiweise für die Angestellten aufgefangen. 

Eine Praxisinhaberin schrieb uns aber von einer anderen Idee, die wir überlegenswert finden. Warum nicht Mitarbeiter tatsächlich stundenweise nach Hause schicken und dafür ein Stundenkonto anlegen, welches in der Zeit "nach Corona" - wann und in welcher Form auch immer das sein mag - die Möglichkeit gibt, über einen gestreckten Zeitraum die Stunden wieder herauszuarbeiten? So könnten zukünftig Urlaubszeiten von Kollegen oder auch verstärkter Andrang auf die Praxis nach Corona ein wenig abgefangen werden. 

Dies erfordert drei Dinge:
1. Die Zukunft der Praxis muss für mindestens diesen Zeitraum gesichert sein. 
2. Das Abarbeiten der angelaufenen Stunden müsste Mitarveiterseitig ebenfalls gesichert werden. 
3. Es muss im normalen Praxisalltag genug Bedarf für eine gewisse Mehrarbeit geben. 

Ein guter Ansatz? Was meint Ihr? 

Wie gehen Eure Praxen bzw. Arbeitgeber aktuell mit der Personalsituation um? Schreibt es uns in die Kommentare oder per e-Mail an info(at)juderm(dot)de - Betreff: Corona-Blog! 

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