Tag: juDerm

Dermatologie kompakt & praxisnah – innovative Wege gehen

Die gemeinsame Tagung des BVDD und DDG fand dieses Jahr vom 18. bis 20. Februar rein virtuell statt. Ich habe mich gefreut. In einem reinen Präsenz Setting hätte ich es nicht geschafft teilzunehmen. Das spannende an diesem Fortbildungs- und Kongressformat: Der Praxisbezug! Wissenschaftliche Themen werden mit einem klaren Fokus auf den Versorgungsalltag in den Praxen vorgestellt und diskutiert.

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Magistrale Rezepturen

Für die Eigenherstellung von Arzneimitteln gibt es etablierte Rezepturvorschriften – so unter anderem das „Neue Rezeptur-Formularium“ (NRF). Zuvor gab es in der DDR bis 1990 die „Standardrezepturen“ (SR) und auch deren Vorläufer: die „Deutschen Reichsformeln“ (DRF), die auch heute in den neuen Bundesländern teilweise noch verwandt werden. Magistrale Rezepturen nennt man alle „Ad-hoc-Zubereitungen“ nach standardisierten und geprüften Vorschriften. Hier gelten die Vorschriften des Arzneibuches (in Deutschland (DAB) „Deutsches Arzneibuch“; in Europa: „Europäisches Arzneibuch“ (Ph.Eur.)). Auch interessant: Nach dem deutschen Arzneimittelgesetz sind Rezeptur- und Defekturarzneimittel nicht zulassungspflichtig. Aus dem Arzneimittelgesetz geht jedoch ein Verbot der Abgabe von bedenklichen Arzneimitteln hervor, welches auch für Arzneimittel aus Eigenherstellung gilt. Die Schutzwirkung durch Patente erfasst zudem nicht die unmittelbare Einzelzubereitung eines Medikamentes durch einen Apotheker im Rahmen einer ärztlichen Verordnung.

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Selbstfürsorge im Berufsalltag – erholsamer Schlaf

Das wir jedes Handy regelmäßig aufladen müssen ist uns allen klar – aber wie ist es mit uns? Schaue ich mich unter Kollegen und auch Patienten um, so empfinde ich es häufig so, dass Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit von vielen als eine Art sich nicht erschöpfende Ressource wahrgenommen wird. Erstaunlicher noch: Obwohl wir alle spüren, dass dem nicht so ist, applaudieren wir vielbeschäftigten Kollegen und fragen uns insgeheim wie er/sie kontinuierlich so viel leisten kann. Leistung per Definition ist Arbeit pro Zeit. Beschäftigung um der Beschäftigung Willen kann also nicht per se mit Leistung gleichgesetzt werden. Hier kommt erholsamer Schlaf ins Spiel.

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Traditionelle Chinesische Medizin und Dermatologie

Ich freue mich euch heute den ersten Beitrag zum Thema „Dermatologie so bunt wie ein Blumenstrauß - was gibt es für besondere dermatologische Schwerpunktpraxen“ vorzustellen. Hierfür habe ich ein sehr interessantes Interview mit Dr. May Sian Oei geführt, die eine Praxis für Dermatologie und Traditionelle Chinesische Medizin in Hamburg führt. Viel Spaß beim Lesen!

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Der Blick durchs Mikroskop – Dermatohistopathologie

„Wer die Dermatologie verstehen will, muss die Histologie lernen“, pflegt mein Chefarzt Prof. Thomas Schwarz zu sagen und führt das Beispiel der bullösen Dermatosen an. Während sich die Blasen beim Pemphigus vulgaris auf scheinbar unveränderter Haut bilden, entstehen sie beim bullösen Pemphigoid häufig auf gerötetem Grund. Beim Blick durchs Mikroskop wird einem klar warum.

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Teilzeit

Als ich nach meiner ersten Elternzeit in Teilzeit wieder anfing zu arbeiten, stand ich vor dem Luxusproblem mich entscheiden zu dürfen, wie ich meine Stunden aufteilen wollte: Ganze Tage oder doch lieber jeden Tag mit reduzierter Stundenzahl? Ich hatte die Qual der Wahl, wobei meine Entscheidung schnell feststand. Doch dazu später mehr. Was gibt es überhaupt für Teilzeitoptionen und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich? Dazu möchte ich euch in diesem ersten JuDerm-Blogbeitrag im neuen Jahr eine Übersicht geben – denn Arbeiten in Teilzeit erfreut sich immer größerer Beliebtheit und längst ist die Kinderbetreuung nicht mehr der einzige Grund. Auch eine Nebentätigkeit, die Pflege von Angehörigen oder eine ausgeglichene Work-Life-Balance können Gründe für eine Teilzeittätigkeit sein.

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Wie plane ich ein eigenes Projekt

Klinische Studien sind eine wesentliche Grundlage für den medizinischen Fortschritt und die Voraussetzung für evidenzbasierte Medizin. Wichtig ist, dass die untersuchte Fragestellung klinisch relevant ist und die in der entsprechenden Studie erhobenen Daten korrekt, replizierbar und nachvollziehbar sind. Sind diese Bedingungen erfüllt, können die erhobenen Ergebnisse dazu beitragen, Therapieempfehlungen zu beeinflussen, sowie neue diagnostische Verfahren in die Praxis einzuführen und zu etablieren.

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Workshop Ambulantes Operieren

Im Rahmen der Fit für die Praxis Reihe fand vergangenes Wochenende der Workshop „Ambulantes Operieren“ erstmalig Online via Zoom statt. 2020 war die Durchführung in Präsenz pandemiebedingt nicht erfolgt – dieses Jahr nun erstmalig online. Durch den Auftakt am Freitag, den 03.12. führte uns der leitende Oberarzt der Hautklinik des Klinikums Ludwighafen: Dr. Christoph Löser. Herr Dr. Löser organisiert Kurse dieser Art bereits seit 1999 – empfiehlt aber auch Tageshospitationen und betreut selbst regelhaft Hospitant:Innen in seiner Abteilung. Für Anfänger eignen sich aber auch Naht- und Lappenkurse, für Fortgeschrittene zudem Mousepad-Kurse und OP-Seminare.

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Wie schreibe ich einen guten klinischen Fallbericht

Klinische Fallberichte beschreiben einen medizinischen Sachverhalt an einem oder mehreren einzelnen Patienten vor einem wissenschaftlichen, medizinischen oder didaktischen Hintergrund. Fallberichte stellen Beobachtungen aus der regulären klinischen Patientenversorgung dar. Diese Art der Berichterstattung kann eine integrale Rolle in der Entdeckung von Nebenwirkungen, neuen Therapie- und Diagnoseverfahren, sowie zuvor nicht bekannten oder sehr seltenen Erkrankungen spielen. Des Weiteren können sie Hypothesen für zukünftige klinische Studien liefern, sowie Informationen zur Evaluation aktueller Ansätze in der personalisierten sowie systemischen Medizin. Nicht nur für uns Weiterbildungsassistent:innen bieten Fallberichte eine tolle Möglichkeit zum Fallbasierten Lernen, auch für unser gesamtes Kollegium. Hier lässt sich, wie sonst nur durch Rotationen oder Auslandsstipendien über den eigenen Tellerrand schauen und einen Blick in die medizinische Ausbildung und Gesundheitsversorgung verschiedener Kulturen werfen.

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Derma for future – Umweltschutz in der Dermatologie

Als ich neulich mal wieder ein großes Paket mit zahllosen kleinen Proben von Pflegeprodukten zugeschickt bekommen habe, habe ich mich zunächst gefreut. Neue Proben, die ich an die Patienten austeilen kann! Ungern empfehle ich teure Pflegeprodukte zu kaufen, ohne dass man vorher testen kann, ob das Produkt vertragen wird und es sich angenehm anfühlt. Immerhin ist dies ein entscheidender Faktor für die konsequente Anwendung und damit für den Therapieerfolg. Doch als ich das ganze Plastik durch die Verpackungen betrachtet habe, wurde meine Freude prompt getrübt und ich habe mich gefragt, ob das in die aktuelle Diskussion um den Klimaschutz passt, denn spätestens seit den „Friday-for-future“-Demonstrationen ist Klimaschutz in aller Munde und auch unlängst in der Dermatologie zum Thema geworden.

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